Sonntag, 7. Dezember 2025 | Daniel Schmidt
Ortsteil-Tour Frischborn
Große Resonanz fand mein Besuch im Ortsteil Frischborn. Bis zu 40 Personen begleiteten mich auf der gut einstündigen Tour durch den zweitgrößten Ortsteil Lauterbachs. Das zeigt, wie interessiert die Einwohner an der Zukunft ihres Ortsteiles und der Stadt sind.
Frischborn ist für mich fast ein zweites Zuhause: hier hatte ich meine erste eigene Wohnung im Vogelsberg und mit Sportverein, Friseur, Metzger und Yogagruppe nutze ich bis heute gerne die vielfältigen Angebote. Dass auch hier eine sehr aktive Dorfgemeinschaft für Lebendigkeit sorgt, lässt sich am besten am Beispiel der Turnhalle erkennen, die im Besitz des Turnvereins ist und immer wieder mit viel Eigenleistung saniert wurde. Im Rahmen des Förderprogramms „Dorferneuerung“ soll sie nun noch eine barrierefreie Erschließung das Obergeschosses erhalten.
Was die Frischbörner um Ortsbeiratsvorsitzenden Berthold Habermehl besonders beschäftigt, ist die Herstellung eines sicheren Gehwegs entlang der Kreisstraße zwischen Friedhof und Bushaltestelle. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, der mit einer Lösung zur Geschwindigkeitsreduzierung kombiniert werden sollte, was sich auch die Anwohner „Am hohen Rain“ Richtung Dirlammen wünschen. Als weitere Punkte wurde mir folgendes mit auf den Weg gegeben:
1. Es ist zwar schön, dass der Biber wieder so aktiv und Vogelsberg unterwegs ist. Wenn er allerdings dafür sorgt, dass der Mühlbach trocken bleibt, ist das nicht nur ein Problem für das Ortsbild und die Fische, sondern auch für die Löschwasserversorgung.
2. Einige Pflasteroberflächen innerorts müssen dringend grundsaniert werden, da sich hier der Untergrund absenkt, was zu gefährlichen Stolperstellen für Fußgänger und Radfahrende führt.
3. An der einen oder anderen Stelle ist auch Leerstand ist ein Problem in Frischborn, denn dieser beeinträchtigt früher oder später das ansonsten schöne Ortsbild und kann für Gefährdungen sorgen. Hier hofft man, dass die Stadt aktiv wird und Leerstände bzw. Grundstücke aktiv vermittelt.
4. Das Feuerwehrgerätehaus muss unbedingt erweitert werden, um gestellte Anforderungen an die Unterbringung von Fahrzeugen zu erfüllen, aber auch um die Bedingungen für die ehrenamtlichen Rettungskräfte zu verbessern. Hierzu haben meine Studierenden der Technikakademie bereits einen Vorschlag erarbeitet, der sich gut ins Ortsbild einpassen würde.
Ich danke nochmals allen Beteiligten, insbesondere Berthold Habermehl, dass sie sich die Zeit für den Rundgang genommen haben und ich sage Danke für den offenen und intensiven Austausch, den wir zum Abschluss auch in der Turnhalle hatten.
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