Lauterbach, 7. März 2026 | Pressemitteilung des BGM-Kandidaten Daniel Schmidt

Bezahlbaren Wohnraum in Lauterbach schaffen – Bürgermeisterkandidat Schmidt stellt Maßnahmen vor

Daniel Schmidt mit Kaweh Mansoori, Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum sowie stellvertretender Ministerpräsident bei der Veranstaltung der SPD zu bezahlbarem Wohnraum in der Kulturspinnerei (Bild: Ute Kirst).

Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit – auch in Lauterbach. Im Rahmen einer Veranstaltung der SPD in der Lauterbacher Kulturspinnerei machte der hessische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Kaweh Mansoori deutlich, dass gegen immer weiter steigende Baukosten entschlossen gehandelt werden muss. Mit Maßnahmen wie der Entschlackung technischer Baubestimmungen, dem digitalen Bauantrag und der Absenkung einzelner Baustandards habe das Land bereits wichtige Schritte eingeleitet.

Der Bürgermeisterkandidat Daniel Schmidt begrüßt diesen Kurs ausdrücklich: „Mir spricht besonders aus dem Herzen, wie Kaweh Mansoori die Rolle der Verwaltung beschreibt. Verantwortung darf nicht immer weiter delegiert werden. Entscheidungen müssen dort getroffen werden, wo sie hingehören – und nicht durch den Wunsch nach hundertzwanzigprozentiger Absicherung jahrelang verzögert werden. 85 Prozent Sicherheit reichen oft aus, wenn dafür Dinge endlich umgesetzt werden. Dazu gehört auch eine gute Fehlerkultur.“

Für Lauterbach sieht der Bürgermeisterkandidat mehrere konkrete Ansatzpunkte, um mehr kostengünstigen Wohnraum zu schaffen.

Aktive und kluge Bodenpolitik

Ein zentraler Hebel ist für ihn eine strategische Bodenpolitik der Stadt. Dazu gehört, Grundstücke gezielt zu erwerben und für sinnvolle Projekte günstig zu vergeben oder über Erbpacht zur Verfügung zu stellen. Außerdem müsse die Stadt ihre Vorkaufsrechte konsequent nutzen und ein Baulückenkataster erstellen. „Wir müssen auch Eigentümer sogenannter ‚Enkelgrundstücke‘ aktiv ansprechen und motivieren, diese Flächen zu bebauen“, so der Kandidat.

Innenentwicklung und Nachverdichtung stärken

Großes Potenzial sieht Schmidt außerdem in der Nutzung bestehender Gebäude und Flächen. Leerstehende Läden, ehemalige Gasthäuser oder landwirtschaftliche Gebäude könnten zu Wohnraum umgebaut werden. Auch Dachgeschossausbauten oder Aufstockungen würden durch die überarbeitete Hessische Bauordnung erleichtert. „Nachverdichtung ist in der Regel deutlich günstiger, als neue Baugebiete auszuweisen.“ Wichtig sei dabei auch die Unterstützung von Eigentümern durch Beratung und Förderprogramme. Vorbild könne das erfolgreiche Dorfentwicklungsprogramm sein, das SPD und Grüne gemeinsam für die Ortsteile initiiert haben.

Kooperation mit Wohnungsbaugesellschaften

Eine stärkere Rolle sollten nach Ansicht des Kandidaten kommunale und regionale Wohnungsbaugesellschaften spielen, da diese weniger auf maximale Gewinne ausgerichtet sind. Besonders die städtische Heimstättengesellschaft könne hier eine wichtige Rolle übernehmen. Auch genossenschaftliche Modelle für einzelne Bauprojekte seien eine interessante Option. „Ich sehe die Aufgabe eines Bürgermeisters auch darin, moderierend tätig zu sein, Informationen in die Stadt zu holen und Interessierte zusammenzubringen.“

Bebauungspläne und Satzungen anpassen

Auch kommunale Regeln können Baukosten beeinflussen. Daher sollte geprüft werden, wo Bebauungspläne und Satzungen angepasst werden können. Kleinere Grundstücke, eine höhere Bebauungsdichte oder geringere Stellplatzanforderungen könnten Wohnraum günstiger machen und gleichzeitig Flächenversiegelung reduzieren. Entsprechende Vorschläge hat die Fraktion der Grünen bereits vorgelegt.

Der Bürgermeisterkandidat ist überzeugt, dass eine Kombination dieser Maßnahmen den Wohnungsmarkt in Lauterbach spürbar stärken kann. „Bezahlbarer Wohnraum ist eine wichtige Voraussetzung für ein gutes soziales Miteinander – aber auch für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Lauterbach hat eine sehr gute Infrastruktur und deutlich mehr Einpendler als Auspendler. Das zeigt: Unsere Stadt hat hervorragende Voraussetzungen, um sich weiter positiv zu entwickeln.“

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